Schon drei Tage Sturm ! Ein Blick aus dem Bullauge zeigt mir deutlich dass der Sturm noch ist da.
Barometer fallt immer noch. Die Windstärke ist 8 bis 9, und immer noch platt aus Westen.
Der Seegang etwa 8. Die Sicht ist miserabel. Nur Wasserdunst dicht vor den Augen.
Jeden Sturmtag wäre eine Ewigkeit Ab jetzt nicht mehr an die Deck gehen. Sonst spült es euch über Bord !
Dunkle Sturmnacht breitet sich über die See. Es ist schwer, das vor der See hin und her gierende Schiff zu
steuern. Der Erste-Offizier grüßt und öffnet die Tür zur Brückenhaus. Einen Augenblick fegt der Wind Kalt
durch den Raum, das Heulen des Sturmes und das Rauschen der See tönen von draußen. Dann Klappt die Tür
wieder dicht und löscht alle Geräusche aus.
Die ganze Besatzung lässt sich mehr und mehr in Apathie sinken. Die Leute reden kaum noch miteinander.
Meine Koje ist eng und feucht. Zentralheizung ist aus. Elektro- habe ich nicht.
Die Vierte Nacht in Sturm. Wie lange soll das denn noch dauern ? Unglaublich. Vier Nächte und Fünf Tage
Martern und Torturen. Schiffsbug schlägt einem irren Takt in das Regellose Zucken der Wellen. Es wurde Zeit,
auf einen anderen Kurs zu gehen. Es ist sehr gefährlich. Eine weitere Nacht verging. Sturm kam auf.
Am sechsten Morgen nach der Sturmbegegnung nachgelassen hat. Es herrschte leichter Seegang, und die
niedrigen Wellen klatschen träge gegen die Bordwand. Der Sturm ist vorbei. In der Nacht war es ruhig und
Sternklar Auf der Brücke war es totenstill. Die ungewohnte Stille macht mich benommen Seegang zwei bis
drei und etwas Wind. Quer unsere Kurs, US-Marine Schiff. Zweifellos Einzelfahrer. Zerstörer, der stark zackt.
Spionschiff - Mechaniker
Was für ein Beruf!
Schiffe sind lebendige Wesen mit regelmäßig schlagenden Maschinenherzen. Ship - mechanic.
Wer Schiffsmechaniker wird., erwirbt eine qualifizierte, vielseitige und zukunftsorientierte Berufsausbildung.
Will er später in einen Beruf an Land überwechseln, hat er dafür gute Voraussetzungen.
Die Aufgaben und Tätigkeiten lassen sich mit wenigen Worten nicht beschreiben. Die Großen - Matrosen
arbeiten auf großen Schiffen und sehen auf ihren Fahrten viel von der - Großen weiten Welt
See - Schiffsmechaniker, haben ihre festen Aufgaben und müssen die Liegezeiten des Schiffes in Hafen nutzen.
Sie kann nicht an Land kamen Bestimmte Routinearbeiten wie zum Beispiel Wartung des Schiffes und
Reparaturen an der Hauptmaschine lassen sich nur im Hafen durchführen.
Maschinenraum ist eine enge Hölle, der Ängste in der die gewaltigen Motoren mit all ihren Hilfsmaschinen
Platz finden mussten. Drei Meter unter der Wasserlinie und dabei wissen, dass in jeder Sekunde und ohne jede
Vorwarnung ein Torpedo die Bordwand zerreißen kann ! Bordsprechanlage ist die einzige Verbindung zur
Brückenhaus.
Um mich herum Rohre, Ventile, Handräder, Manometer, Hilfsmaschinen, das durcheinander laufende
Geschlinge grün - und rot-markierter Leistungen. Die Manometer zeigen, dass die Maschinen mit allem, was
sie brauchen, versorgt sind : Brennstoff, Luft und Wasser zur Kühlung u s w.
Die Verwirrung und Konstemiertheit, die ich vor den vielen Leitungen, Manometern, Aggregaten und Ventilen
empfand, hat sich zwar gelegt - welche Leitungen, mit welchen Ventilen soll abgesperrt werden.
Handräder, Hebel, Ventile und das Geschlinge von Leitungen haben sich zum System geordnet, und ich
empfinde jetzt eine Art Hochachtung vor dieser auf sachliche Zweckerfüllung gerichteten Maschinenwelt.
Noch weiter Achtem liegt der Elektromaschinenraum Die E-Motoren werden von Batterien getrieben, die
ihrerseits von den Motoren aufgeladen werden.
Alles ist hier sauber, kalt und verschlossen, wie in einem Kraftwerk.
Meine Ausbildungsstelle ist, Maschinendienst in Bauch eines Spionschiffes. Das ist eine Hölle der Ängste.
Der Unsichtbareskrieg !
Wie oft mögen die Leute während ein Spion-fahrt mit den Augen die dünnen Platten, die sie von der Flut
trennen, abtasten.Drei bis fünf Meter unter der Wasserlinie. In panischer Angst um das reißende klirren des
Eisens, den scharfen Knall der Explosion und den rauschenden Einbruch der See
Was für ein Beruf is t: Kriegsschiffsmechaniker !
Nicht eine Sekunde lang das Gefühl von SicherheitWir immer nur Warten auf das Anschlägen der Alarmglocke
Klasse Angriffs U-Boote sind groß, besitzen Reaktorantrieb, sind sehr schnell und leise und darüber hinaus
mit einer Vielzahl von Geräten zum Aufspüren von U-Booten ausgestattet. Sie sind mit mehr empfindlichen
und sehr genauen Sensoren zur U-Boot Jagd ausgerüstet.
Ihre Bewaffnung besteht aus zielsuchenden Torpedos und Anti-U Boot - Raketen, beide mit
Atomsprengköpfen bestückt. Ein solches Ziel könnte dann zu jeder Zeit, selbst aus weitester Entfernung, mit
Atombestückten Raketen bekämpft und zerstört werden.
U-Boot kreuzt nach geheimen Fahrplan im Laufe eines Jahres auf globalem Kurs durch die Weltmeere und
beginnt nach Beute zu suchen. Das Echolot arbeitet auf Hochtouren und registriert eine Reihe viel versprechender
Geräusche. Unterwasserortungsgerät Sonar auf die Geräusche feindlicher U-Boot lauschen und sie orten.
Ein Konventionelle, Stahlhülle U-Boot ist zwar im Ozean optisch kaum Wahrzunehmen, aber wie vorsichtig es
auch immer sein mag, seine Stahlhülle sendet verräterische Wellen aus, die von einem Jäger aufgespürt werden
können. Sein Reaktor ist eine Wärme - und Strahlenquelle, und die Bewegungen des U-Bootes wirbeln
ringsherum Wasser auf. Das U-Boot reflektiert Schallwellen, so dass der Jäger ihm mit Sonargeräten
nach spüren kann.
Können Tieftauchende U-Boote auch von Satelliten oder weiterreichende Radargeräten aufgeklärt werden, die
in der Lage sind, die charakteristischen Turbolenzen einer solchen Hitze- und Geräuschquelle an der
Wasseroberfläche zu erkennen.
Wohin auch immer das U-Boot seinen Kurs nimmt, das bordeigene Navigationssystem verfolgt jede
Kursänderung und programmiert die Raketenköpfe ständig mit neuen Zielinstruktionen, so kann das U-Boot zu
jedem Zeitpunkt seine Raketen starten.
U-Boote finden sich immer zur rechten Zeit in dem Seegebiet ein, wo sie soll -Pause- machen. Auf den
Weltmeeren laufen mehr Atomreaktoren als an Land - auf. U-Booten, Eisbrechern und Flugzeugträgern.
Elektroenergie und Atemluft sind für die Besatzung eines getauchten U-Boot die Hauptelemente
Elektrischer Strom ist das Herzblut des U-Bootes. Er speist die Elektromotoren.
Die Besatzung atmet bei Unterwasserfahrt die Luft die vor dem tauchen in das U-Boot geströmt ist.
Dieser Luft Vorrat lässt sich regenerieren. Auf Befehl des Kapitän werden die Ventile der an Bord befindlichen
Sauerstoffflaschen geöffnet. Doch die Sauerstoffvorräte sind knapp.
Gesundheitsschädliche Gase sammeln sich in den Abteilungen. Der Mensch wird dadurch müde, matt,
apathisch, seine Kräfte schwinden. Nur die Grundwachen bleiben auf seinen Stellen
Schon unter normalen Bedingungen, in Friedenszeiten, ist das Leben in U-Boot in der ständig feuchten,
stickigen und durch alle möglichen Ausdünstungen und Gerüche geschwängerten Luft, bei unentwegt
schwankendem Fußboden nicht nur eine physische, sondern auch psychische Belastung für die Besatzung.
Diese Belastung steigerte sich während des Kriegseinsatzes noch.