Gibt es nicht Tage ohne Gesicht?
Nichts Wesentliches zu tun, und die Langeweile gähnt einem entgegen.
Auf Grund gelaufen fühlt man sich, wie schon so oft; immer wieder.
Auf dem Trocknen gelandet. Und fragt sich:
Was am besten anfangen in dieser Situation?
Wo und auf welchen Wegen der Blindheit entrinnen?

Was soll man spielen? Was soll man tun?
Man sieht aus dem Fenster, Symphonien aus Stein, Drähten, Menschenwege. Verschlungen, hoch kompliziert. Der Wunsch sich zu lösen, davon zu treiben aus diesem Einerlei.
Und es kommt die Idee zu segeln wie ein Blatt im Wind, aber auf hoher See…
Dem Wind preisgegeben, den Wogen, der urtümlichen Gewalt des Meeres. Auf abenteuerlichste Art dem Alltag entfliehen.
Hochsee-Segeln = Segeln quer über den Atlantik!
Das Schicksal herausfordern! Warum nicht, wenn einem sonst nichts bleibt?
Wir schreiben das Jahr 2000. Ein neues Millennium beginnt. Welch guter Anlass für eine neue Art zu leben! Schnell ist meine Reiseroute gefunden. Von Marokko – Sidi Ifni, durch die Kanarischen Inseln bis Barbados – Bridgetown.
Etwas in mir lacht. Es ist ein anarchisches,
dem Teufel trotzendes, eigenwilliges Lachen.
Da gibt es all die wunderbaren Orte auf der Karte…
wie soll man sie nicht auch erreichen?
Es sind eben einfach Plätze auf diesem runden,
schönen, bunten, einladenden Planeten.
Für mich sind sie da und ich will sie sehen.
Sie fragen sich vielleicht zu Recht: Wozu noch ein neues Buch über Abenteuer? Wozu?
Wir leben in einer Flut von Informationen. Gibt es nicht bereits genug und mehr als genug davon?
Und jeder will überzeugen, einem seine Meinung unterjubeln, seine eigene Lebenssicht.
Das ist sicher wahr!
Aber Konkurrenten in der öffentlichen Meinung sollte man nicht gleich als Gegner betrachten, sondern als Mitbewerber.
Computer geben per Internet Unmengen an Informationen an die Hand. Das Internet liefert die elektronische Post. Es berechnet in Spielkonsolen aufregende Abenteuer.
Was ist ein Abenteuer?
Ein Abenteuer ist wie ein heftiger Schlag. Ein Stromschlag, ein Schlag ins Kontor. Es fährt in den
Lebensrhythmus hinein und reißt alles mit. Es bringt Gefahren mit sich, verlangt besonderen Einsatz.
Manchmal schweigt alle Vorsicht, die unser Leben in Watte verpackte. Dann ecken wir an, bis es uns endlich gelingt, die Voraussetzungen zu erfüllen und das sichere Land zu verlassen.
Doch jedem Menschen begegnet das Abenteuer in anderer Gestalt.
Ich muss jeden warnen, der dies liest und den Begriff „Abenteuer“ in meinem Buch als einfache Alltagserlebnisse auf dem Atlantik und den Kanarischen Inseln abtut.
Dies ist ein ganz neuartiges, ungewöhnliches Reisetagebuch. Eher vielleicht sogar eine theologische Diplomarbeit. Denn es gipfelt in der Antwort auf eine ewige Frage:
Gibt es Gott wirklich - oder gibt es Gott nicht?
Da ich nicht zur Schule gehen konnte, brachte ich mir selbst das Lesen und das Schreiben bei mittels katholischem Katechismus und später der Bibel.
Bis zu meinem 25. Lebensjahr waren katholische Bücher meine ganze Schule.
Für Sie, sehr geehrte Leser, bedeutet dies: Seien Sie kritisch! Schauen Sie hin, lesen Sie genau. Vergleichen Sie! Nehmen Sie, wenn Sie wollen, E-Mail- oder Briefkontakt mit mir auf. Ihre Meinung wird mich immer interessieren. Machen auch Sie mich auf wichtige Dinge aufmerksam.
Es gibt bislang keine in Glaubensdingen erfahrenen Segler, die Berufsschriftsteller sind. Ich jedoch durfte mein ganzes Leben lang Erfahrungen mit den Werken des Schöpfers und auch mit der Seefahrt machen.
Dieses Buch ist neutral und unabhängig und will es auch bleiben. Deshalb werden Sie hier keine Dogmen und keine Empfehlungen finden. Es geht nur um mein eigenes Erleben. Ich muss davon reden. Aber ich bitte Sie zu bedenken: Unser Land, unser Kontinent und unsere Erde sind – glücklicherweise – farbenfroh und komplex! Wer versucht, hier mit einer schwarz-weißen Brille zu lesen, muss scheitern.
Ich bin ein Gottesknecht und ich male in mein Buch mit bunten Farben. Mein ganzes Leben besteht darin, anderen zu dienen. Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen dienen zu können.
Der Zweck meiner Reise besteht darin, den Glauben an meinen Schöpfer und Herrn zu preisen.
Ich würde mich sehr freuen, Ihr Interesse geweckt zu haben.
Bitte aufmerksam lesen!
Einem Leser, einer Leserin, welche zum ersten Mal ein Atlantik-Reisebuch in der Hand hält, stellt sich oft viele Fragen. Dem Einen ist das Buch viel zu dick. Dafür hat er keine Zeit. Da kommt er ja nie durch!
Einem Anderen ist die Vorstellung, über jeden Satz des Buches lange nachzudenken - also sowohl über den Atlantik, die Reise… und das auch noch als Buch – ein Gräuel. Vielfach wird die Aussage eines Textes falsch gedeutet, weil man zu oberflächlich hinschaut. Inhalte, die uns nicht passen, übersehen wir leicht und gern.